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Bar-Tek proved - Wir testen alle Teile!

UNSER TEST GOLF 1.8T

1.8T Golf
1.8T Motor

2005 wurde die BAR-TEK-Flotte um einen Golf 4 Gti 1.8T aufgestockt. Es sollte ein 1999 AGU mit 150 PS sein. Dieser 1.8T Motor war einer der ersten von VW gebauten 20 Ventiler auf dem Markt, der die erfolgreiche G60 G-Lader Baureihe abgelöst hat. Der AGU Motor zählt zu den noch recht „einfachen“ und „dummen“ Motoren, da er keine richtige Ladedruckregelung hat. D.h. Die Motorsteuerung verfügt über keinen Ladedrucksensor zur Kontrolle des tatsächlichen anliegenden Ladedruckes. Stattdessen wird die gesamte Regelung über den anfälligen Luftmassenmesser gesteuert. Dafür hat der 1.8T AGU Motor die besseren Pleuel verbaut und große Einlasskanäle im Zylinderkopf ohne variabler Steuerzeitenverstellung (VVT).

Bevor wir an das Tuning des 150 Ps Motors gingen, wurden zuerst die üblichen Fehlerquellen ausgeschlossen

  • Fehlerspeicher auslesen mit VAG.com
  • Sensor für Ansaugtemperatur neu
  • Upgrade Zündspulen mit passenden Adapterplatten
  • Luftmassenmesser (LMM) neu
  • Schlauch von der Kurbelgehäuseentlüftung neu
  • Reinigung der Drosselklappe mit Neujustierung via VAG.com
  • Neuer Wassertemperaturfühle
  • Neuer Benzinfilter
  • Neues RS Wasserthermostat mit früherem Öffnungszeitpunkt


1) Erstes 1.8T Tuning Projekt:

Du kannst die verbauten Einzelteile auch in unserem 1.8T Tuning-Kit Stufe 1 kaufen. So hast Du alles passend aufeinander abgestimmt in einem Set.

 

2) Zweites 1.8T Tuning Projekt:

 

KKK04-001 RS Turbolader bereit zum Einbau.
 
 
 
Nach jeder Tuningstufe haben wir eine Leistungsmessung
auf dem Prüfstand gemacht, um uns vom Endergebnis zu überzeugen:
 

 

 

Umbau auf R32 Stosstange war nicht nur optisch ein besonderer Blickfang, sondern auch nötig, um den großen EVO Ladeluftkühler unter zu bringen.

 

Vergleich zwischen K04-001 und Garrett GT28RS Turbolader.



3) Drittes 1.8T Tuning Projekt:

Weiter ging es mit dem Umbau auf den ersten Garrett Lader GT28RS. Bei diesem Upgrade zeigte sich, warum ein Umbau auf einen Garrett Lader zwar durchaus sinnvoll, aber auch aufwendig ist. Dadurch, dass der Garrett Turbo an einer anderen Position sitzt als ein KKK Lader sind alle Anschlüsse auch anders. Im Upgrade Kit sind die passenden Öl und Wasserleitungen enthalten, ebenfalls die Downpipe ist genau passend auf jeden 1.8T mit Quermotor. Genauso auch das Ansaugkit passt relativ gut, nur der neue 90° Schlauch der am Turbolader sitzt musste etwas gekürzt werden. Alles noch kein Problem, aber der Ausgang vom Turbo zum Ladeluftkühler musste komplett umgeschweisst werden und durch die neue Position des Turbos neu angepasst werden. Ebenso mussten auch die Schläuche vom N75 als auch vom SUV (Blow-off Ventil) neu gefertigt werden. Unterm Strich relativ viel Anpassungsarbeiten nötig, aber die Arbeit sollte auch belohnt werden. Wir haben mit dem GT28RS knapp 300PS gemessen, wobei wir auf dem Prüfstand feststellen mussten, dass die originale Kraftstoffpumpe nicht ausreichend Fördervolumen gebracht hat. Mit einer neuen Pumpe wäre mit Sicherheit noch mehr drin gewesen. Folgende Komponenten haben wir mit dem Kit verbaut:

Stufe 4 Turbokit bestehend aus:


Zusätzlich mit der SEM Ansaugbrücke haben wir auch eine 70mm Drosselklappe vom VR6 verbaut. Leider hatten wir ständig Probleme mit der Grundeinstellung der Drosselklappe. Auch der Austausch der kompletten Drosselklappe brachte keinen Erfolg. Es kam ständig der Fehler, dass der untere Anschlag der Drosselklappe nicht kalibriert werden kann und im Leerlauf lief der Motor auch unsauber. Wir würden einen Umbau auf eine größere Drosselklappe erst ab einer Leistung von 400PS aufwärts empfehlen am besten zusammen mit dem elektronischen Gaspedal ohne Gaszug wie beim Golf 4 R32. Allerdings muss bei diesem Umbau auch der komplette Halterbock für Gas, Kupplung und Bremspedal getauscht werden.

 

4) Viertes 1.8T Tuning Projekt

Die Winterpause 2011 haben wir dann genutzt um den Motor komplett auszubauen. Ab einer Leistung von 300PS aufwärts hätten wir eh die Pleuel tauschen müssen, also haben wir gleich den ganzen Motor modifiziert. Ziel war es den Motor so standfest wie möglich zu bauen, da wir kein Risiko eingehen wollten einen Motorschaden zu bekommen. Zusätzlich wurde die Kraftstoffversorgung direkt groß genug ausgelegt, um auch mit E85 zu fahren. E85 hat viele Vorteile bei Turbomotoren: bessere Klopfeigenschaften durch höhere Oktanzahl, mehr Vorzündung möglich dadurch mehr Motorleistung, bessere Kühlwirkung und weniger Ablagerungen im Brennraum.


Zum Einsatz kam unser Rennmotor mit folgenden Komponenten:

 

 

5) Fünftes 1.8T Tuning Projekt:
 
Jetzt ging es wieder eine Stufe weiter mit einem Garrett GTX30 Turbolader.
Einzige Veränderung am Innenleben vom Motor waren die Kolben, da wir die Verdichtung herabsetzen mussten auf 8,5:1. Da wir den Motor mit E85 (Bioethanol) "anfeuern", mussten wir nicht weiter runter auf 8,0:1 gehen.

 

Weitere Teile, die mit umgebauten wurden:


Als Endergebnis konnten wir 700PS messen!

Weiter geht es mit der nächsten Stufe 6 auf Garrett GTX35 Turbo!

 

Unser Test Golf in der VW Scene Mai 2013
 
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